aus eigner Feder ...

Das erste Mal



Ich kam zu dir.

War’s Neugier – oder hörte ich dein Rufen?

Ich kam

und stand

an dieser EINEN meiner Lebensstufen,

als deine Wellen brachen in mein Sein.


Du kamst zu mir.

Die Brandung deiner Flut nahm mir mein Sehnen.

Du kamst,

gabst frei

von deiner Weite, mir mein Herz zu dehnen –

und was gewesen, ward unmerklich klein.


Du gingst von mir.

Im Lied des Windes klang’s von deinen Zeiten.

Du gingst,

doch war

die Ahnung deines Wechsels ein Geleiten –

und meine Seele ließ sich darauf ein.


Ich ging von dir.

Die Tiefe meiner Seele frei an dich gebunden.

Ich ging –

dein Ruf

bracht’ mich nach Haus – ich hab’ bei dir gefunden,

im Einklang meines Schwingens still zu sein.

Tabea Vahlenkamp © 2011