aus eigner Feder ...

Gezeiten



Bin angelangt an deinem weißen Sande.

Hier endet meiner Seele Sehnen,

wo sich auch deine Wellen lehnen

an ihre Grenze –

und mich berühren, wenn ich bei dir strande.


Unendlichkeit im Kommen und im Gehen,

in Ebbe und in Flut ein Schwingen,

ganz leis‘ im Wind geheimnisvoll ein Singen

fernblauer Weiten –

und meine Augen öffnen sich und sehen.


Du strömst in immerwährenden Gezeiten

und füllst mein Herz mit deinem Fließen aus.

Ich bin bei dir – wie du in mir – zu Haus

und finde Frieden

in der Berührung unser beider Endlichkeiten.

Tabea Vahlenkamp © 2011