Vater
Hast mich begleitet, seit mein Herz mir schlägt
und deine Spuren zieh’n sich durch mein Leben.
Hast mir mit Wort und Hand die Welt gegeben
und manchen Grund, der heut mein Leben trägt.
Durch all die Jahre war dein Herz mir weit.
Seh’ mich als Kind in deiner Türe stehen,
den Kopf voll Fragen. Halfst mir, klar zu sehen,
nahmst Sorgen mir und gabst von deiner Zeit.
War’n wir uns auch nicht immer spürbar nah,
und kämpfte ich, den eignen Weg zu finden,
galt es, auch stumme Zeiten überwinden –
ich wusste immer, du bist für mich da.
Und seh’ ich meine Kinder, wünscht ich mir,
mit klarem Handeln gute Spur’n zu legen
in ihrem Leben – reifend wächst ein Segen
aus guten Wurzeln, die ich dank’ auch Dir.
Ist über allem ein begleitend Licht,
das bleiben wird, auch wenn wir einst vergehen.
Und Dankbarkeit erfüllt mich im Verstehen:
was du mir gabst - verlieren werd ich’s nicht.
meinem Vater
© Tabea
Vahlenkamp |